YouTube? Gottlebe.
YouTube? Gottlebe. Der Business-Podcast von Nell & Lisa Gottlebe.
Hier sprechen die beiden Gründerinnen offen und ehrlich über ihre Reise mit YouTube: Wie sie ohne eigenes Gesicht vor die Kamera zu treten Millionen von Views erreicht, mehrere erfolgreiche Kanäle aufgebaut und ein wachsendes Unternehmen geschaffen haben.
In jeder Folge teilen Nell & Lisa ihre Erfahrungen, Learnings und auch die Herausforderungen, die sie auf ihrem Weg gemeistert haben. Ungeschönt, direkt und immer mit einem klaren Blick darauf, was wirklich funktioniert.
Ob du selbst YouTube starten möchtest, dich für unternehmerisches Denken interessierst oder einfach spannende Einblicke in die Gottlebe-Story hören willst, dieser Podcast liefert dir Inspiration, echte Insights und das nötige Mindset.
YouTube? Gottlebe.
Geld macht nicht glücklich!! Oder doch?
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
In dieser Folge sprechen wir ehrlich darüber, was Geld wirklich verändert und was nicht.
Eine Folge, die deine Sicht auf Geld hinterfragt.
Geld macht nicht glücklich, sagen oft genau die Menschen, die jeden Tag acht Stunden für zu wenig Geld arbeiten müssen und sich trotzdem Sorgen machen müssen. Und wir haben uns irgendwann gefragt, ist das wirklich die Wahrheit oder nur ein Satz, den man sich sagt, wenn man keinen anderen Weg kennt? Yeah. Wir sind Nell und Lisa. Wir haben uns in den letzten Jahren über zehn gesichtslose YouTube-Channels aufgebaut, haben uns damit unseren Traum erfüllt von finanzieller Freiheit, keine finanziellen Sorgen mehr, ortsunabhängigen Arbeiten. Und du kannst dir auch gerne nochmal unsere Website anschauen. Da zeigen wir genau unsere Resultate, unsere Einnahmen und dann kannst du auch noch ein bisschen mehr über das Geschäftsmodell erfahren. Aber heute soll es eben genau darum gehen, Geld macht nicht glücklich, oder doch?
SPEAKER_00Ja, lass uns doch erstmal über die Realität sprechen, wie sie sich darstellt für die allermeisten von uns. Die Realität ist, wir bekommen Rechnungen und die müssen gezahlt werden. Wir hasseln den ganzen Tag, um Geld zu verdienen. Also wir haben Stress durch Geld, das ist einfach real. Und Einschränkungen sind auch real, dass wir uns sehr, sehr viel nicht mehr leisten können, dass wir sagen, okay, wir waren ja letztes Jahr schon im Urlaub, dieses Jahr Urlaub auf Balkonien, dass man sich nicht die Lebensmittel kauft, die man eigentlich kaufen möchte, dass man irgendwie jetzt mit dem Autofahren spart, weil das Benzin so teuer ist. Dass man sich nicht die Traumwohnung sucht, sondern vielleicht irgendwas ganz, ganz weit außerhalb, weil die Miete da bezahlbar ist. Also all das sind Fakten. Und ja, grundsätzlich, wenn man nicht weiß, wie man seine Miete bezahlen soll, dann ist das kein Mindset-Problem, Lisa, das ist ein echtes Problem.
SPEAKER_01Und hier auch ganz wichtig zu sagen, das ist ja jetzt keine Meinung von uns, wo wir sagen, hey, irgendwie, ich bin der Meinung, das, sondern das ist eine Realität, die wir jeden Tag sehen, die wir selber auch gelebt haben. Und wir haben halt gemerkt, dass viele auch in unserem Umfeld damals gesagt haben, ja, aber Geld ist ja nicht alles, aber verbringen quasi 80 Prozent ihres Lebens damit, es zu verdienen. Und da haben wir halt gedacht, hä, also irgendwas passt doch da nicht zusammen.
SPEAKER_00Genau, und das war auch für mich so ein unglaublicher Punkt. Also wenn man da mal diese Denkschale, die man so aufgedrückt bekommt, wegspringt und einfach versteht, dass man also den Hauptteil seines Lebens damit verbringt, da so seine P-Münzen zu verdienen und das in einem immer geringeren Ausmaß zu dem, was die ganzen anderen Sachen kostet. Das ist also ja der absolute Irrsinn eigentlich.
SPEAKER_01Ja, das ist auch etwas, was halt wirklich keinen Spaß macht. Und Nell und ich, also ich habe ja gerade schon so ein bisschen geplaudert, was wir uns in den letzten Jahren aufgebaut haben. Und Nell und ich, wir sind, ja, kommen aus keiner Unternehmerfamilie, wir haben keinen Vitamin B gehabt. Also wir haben uns das alles mit Schweiß und Blut von null selber aufgebaut. Und deswegen kennen wir halt beide Seiten. Also es ist jetzt nicht so, als hätten wir jetzt irgendwie, also ich meine, wirklich Armut in Deutschland existiert die. Ja, also nicht so wirklich. Wenn du jetzt sagst, in Deutschland habe ich nicht viel Geld, dann kannst du das natürlich nicht vergleichen mit jemandem der jetzt in Thailand is oder was auch immer. Yeah, kein Problem, die nächste Rechnung, ach, bezahle ich einfach und okay, dann den Urlaub noch.
SPEAKER_00Ja, also einfach, also ganz normal, wie das wahrscheinlich jeder macht. We have halt einen Plan gemacht. Also we hatten halt X zur Verfügung, das ist für Miete weggegangen, wir haben uns auch bewusst entschieden, halt, wir nehmen halt eine Miete, die eben nicht so unglaublich hoch ist, damit mehr übrig bleibt, wir haben genau aufgeteilt, was wir für Lebensmittel ausgeben möchten, was wir zurücklegen, was wir sparen. Also wir haben halt einfach ganz vernünftig gewirtschaftet, aber immer nicht mit unglaublich viel und immer mit dem Bewusstsein, okay, wenn mal irgendwas passiert, ich weiß nicht, klassisch Waschmaschine kaputt, Auto kaputt, irgendwas. Dann steht man schon halb vor dem finanziellen Ruin.
SPEAKER_01Ja. Und deswegen, also wir wissen es halt selber, wie es sich anfühlt, sich einzuschränken und wir wissen halt auch, wie es sich anfühlt, wenn diese Sorgen weg sind. Und Menschen, die sagen, Geld macht nicht glücklich, die haben wahrscheinlich zu 90 Prozent noch nie viel Geld in ihrem Leben gehabt und das ist nicht gemeint als Angriff oder so, sondern einfach nur als Realität.
SPEAKER_00Wichtig ist also, dass wir auch nicht glauben, dass Geld automatisch glücklich macht. Also dass es jetzt deine grundsätzlichen Probleme wegnimmt, die du mit dir selber hast, mit deiner Persönlichkeit, mit deinen Beziehungen, die du hast oder mit deiner Ehe oder was weiß ich nicht oder mit deinem Gewicht, was auch immer. Also das ist ja natürlich etwas, was wir nicht sagen, aber was wir sagen, ist, dass wenn man halt eine gewisse finanzielle Freiheit erreicht hat, dass sich das Leben wirklich komplett anders darstellt und auch komplett anders anfühlt. Wie fühlt es sich für dich an? Ich glaube, der wichtigste Punkt für mich ist einfach dieses Gefühl, dass man mal loslassen kann. Also dass man nicht ständig irgendwie gucken muss oder das Gefühl hat, wow, ich muss das aber unter Kontrolle halten und ich muss mich kümmern, ich muss mich machen. Und das schafft unglaublich viel Raum. Und das ist dann noch eine andere Freiheit als diese Freiheit, die wir ja auch sehr genießen zu reisen und einfach uns einen Lebensstil zu ermöglichen, den wir vorher so nicht hatten. Aber einfach diese Freiheit loszulassen, sich keine Sorgen zu machen. Und das dann mal schauen, was sich da entfaltet. Weil ich habe tatsächlich das so empfunden, dass eben das Geldverdienen im 9 to 5, also seine Lebenszeit gegen Geld zu tauschen, mich komplett eingeschränkt hat. Also es hat mich auch festgehalten, unter Druck. Also ich konnte mich gar nicht entwickeln, ich konnte gar nicht rauslassen, was alles noch in mir steckt. Und ich glaube da, diese Ruhe, diese Sicherheit, einfach dass, also dass man sich, dass die Sorgen weg sind, dass man auch weiß, dass die Liebsten um einen herum einfach in Sicherheit sind, versorgt sind, ist, glaube ich, das, was für mich der entscheidende Punkt ist. Also das ist wie so eine, ja es ist jetzt ein großes Wort, aber Erlösung, also vielleicht Erleichterung einfach. Und bei dir?
SPEAKER_01Ja, ich würde sagen, tatsächlich ähnlich. Also ich habe früher viele Leute immer so aus der Distanz beobachtet, die so ein bisschen mehr Geld hatten, die dann irgendwie so tolle Autos hatten, tolle Häuser und was weiß ich. Und ich habe dann immer gedacht, das wäre so das Ultimum. Also wenn man dann, sag ich mal, in finanzieller Fülle lebt, dann kauft man sich auch ein Auto, man kauft sich dann auch ein Haus und wir haben weder ein Haus ein Auto noch haben wir ein Haus. Wir haben gar nicht von sowas.
SPEAKER_00Gar nichts von sowas.
SPEAKER_01Das ist tatsächlich etwas, also wonach ich mich auch gar nicht sehne. Also ich sehne mich wirklich nach dieser Leichtigkeit. Und für mich ist halt diese finanzielle Fülle halt so viel Freiheit und so viel Headspace, sagt man ja. Und ich habe eher das Gefühl, dass wenn ich mir jetzt solche Dinge ans Bein binden würde, wie jetzt ein tolles Auto, wie jetzt ein tolles Haus, dass ich mich dann eher schwerer fühle. Aber mein Ziel war ja, mich leicht zu fühlen und frei zu fühlen. Und ja, also jeden Morgen aufzuwachen und entscheiden zu dürfen, was möchte ich heute machen möchte. Und also natürlich ist es jetzt nicht so, als würden Nell und ich uns den ganzen Tag an den Füßen spielen, pro Krau. Wir arbeiten natürlich immer noch sehr, sehr weit.
SPEAKER_00Das bringt anders und gerne. Weil wir es frei entscheiden, also weil wir auch machen. Das ist der Unterschied. Wo wir das Gefühl haben, wir kommen weiter, wir entwickeln uns. Und das ist ja auch was, was, ich weiß nicht, ob das die Leute schon irgendwie nervt, aber dieses, dass ich das Gefühl hatte, ich war Jahrzehnte irgendwie hängen geblieben auf dem gleichen Status quo und jetzt kann ich mich halt entwickeln, ich kann fliegen einfach, wie ich möchte. Und das einfach mit der Sicherheit, dass ja ich nicht meinen vollen Fokus auf Geld verdienen, in Anführungsstrichen überleben, packen muss, sondern dass ich einfach, also das, ja.
SPEAKER_01Und natürlich gibt es auch reiche Menschen, die unglücklich sind. Das ist etwas, was wir nicht bestreiten würden. Aber das liegt dann eben nicht am Geld, sondern an allen anderen, was sie nicht gelöst haben. Weil Geld alleine ist ja nur ein Teil. Also man sagt ja immer, health, wealth, relationships ist das, was das Wichtigste ist in deinem Leben. Und wenn du halt, sage ich jetzt mal, eine schlechte Gesundheit hast und auch schlechte Beziehungen hast, keine gute Beziehung zu dir selbst, keine gute Selbstreflexion, keine gute Selbstliebe, dann fehlt natürlich ganz viel, was eben auch zu deinem Glück beiträgt. Und natürlich kann Geld auch das nicht stopfen und erfüllen. Das sieht man ja auch zum Beispiel mit ganz vielen Celebrities, die dann super viel Geld haben, aber halt ganz viele andere Dinge in ihrem Leben, mit denen die nicht klarkommen, also ohne das jetzt verurteilend zu meinen. Aber das ist halt dann das Paradebeispiel dafür, warum eben Geld alleine natürlich nicht glücklich macht. Und wir haben halt irgendwann auch verstanden, es geht gar nicht nur darum, mehr Geld zu verdienen, sondern vor allem auch darum, sich zu erlauben, dass man viel Geld verdienen darf, weil das oft sehr verpönt ist. Ja, aber Geld ist doch gar nicht wichtig, und ja mein Gott, aber das braucht man doch gar nicht. Und ich habe das Gefühl, dass viele Menschen nicht wirklich verstanden haben, und dazu zähle ich mich auch. Also ich war früher nicht anders. Ich wusste gar nicht, wie man viel Geld verdient oder wie man in finanzieller Fülle leben kann. Also ich kannte halt nur dieses 9 to 5. Ich wusste gar nicht, wie man sich online ein zweites Standbein oder dann auch ein erstes Standbein aufbauen kann. Und dementsprechend habe ich genau die gleichen Sätze auch gesagt. Man braucht auch nicht viel Geld, Geld is doch nicht alles, weil man dann anfängt, sich zu limitieren.
SPEAKER_00Wird man vielleicht auch so hin erzogen? Also, weil wir ja auch eine Gesellschaft brauchen, die eben ganz stark aus diesen Menschen besteht, die eben ihre Lebenszeit hergeben, um für andere Leute eben das größere Geld zu verdienen. Und das sind, glaube ich, alles tatsächlich Glaubenssätze, die wir irgendwie haben, ohne da einmal um die Ecke gedacht zu haben, vielleicht. Also bei mir war das garantiert der Fall. Ja, ich kann einfach nur nochmal wiederholen, dass sich das Lösen von diesen Gedanken oder auch das, was Lisa gerade gesagt hat, dass man sich eben als Person auch sieht, die viel Geld verdienen kann, die das auch wert ist und die auch gerechtfertigt das erreicht hat, weil eben richtig Gas gegeben wurde, weil über Jahre eben ja ganz viel auch geopfert wurde, um das zu erreichen. Und dann steht man einem Punkt, wo man sagen kann, Mensch, ich fühle mich pudelwohl und dass ja die finanzielle Freiheit, die ich jetzt habe, ist auf jeden Fall ein Teil von meinem großen und ganzen Glück, was ich aktuell empfinde.
SPEAKER_01Ja, und vielleicht dann nochmal abschließend, also jetzt, wir greifen natürlich keine Menschen an, die irgendwie happy in dem 9 to 5 sind, aber das sind dann wahrscheinlich auch nicht die Menschen, die uns hier jetzt gerade zuhören und den Podcast anhören. Und ja, in dem Sinne würde ich sagen, richtig geile Folge. Ich hoffe, dass ihr ein bisschen was mitnehmen konntet. Und wir wünschen euch noch eine geile Woche.
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