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Neujahrsvorsätze sind eine Lüge (und du glaubst sie jedes Jahr)

Lisa & Nell Season 1 Episode 10

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0:00 | 27:30

Wir waren eine Zeit lang weg – jetzt starten wir gemeinsam ins neue Jahr. In dieser Folge sprechen wir ehrlich darüber, warum Neujahrsvorsätze für die meisten Menschen eine Illusion sind und weshalb wir uns trotzdem jedes Jahr wieder selbst belügen.

Viel Spass beim Zuhören.

SPEAKER_01

Hi zusammen, da sind wir wieder. Lisa und Nell sind am Start. Hey, frohes Neues hier. Ja, wir freuen uns echt, um heute mal wieder eine Podcast-Folge aufzunehmen. War ja eine längere Pause. Und umso glücklicher sind wir jetzt, dass wir jetzt endlich wieder unseren Senf zu allem dazu geben können. Word. Und heute dazu, warum Neujahrsvorsätze eine Lüge sind, and sie trotzdem leider jedes Jahr glaubst, and warum das leider dazu führt, dass du deine Neujahrsvorsätze jedes Jahr auf neue wieder verkackst.

SPEAKER_00

Yeah, that was ein alternativer Titel, den wir auch überlegt haben, warum du jedes Jahr wieder deine Neujahrsvorsätze verkackst. Dann haben wir gedacht, vielleicht sollten wir nicht verkacken so oft sagen, jetzt haben wir es schon oft gesagt. Aber das ist ja ein Klassiker. Das geht ja uns allen so, vielleicht ging es uns allen so. Wir wollen heute auf jeden Fall darüber sprechen, wie man diesen Kreislauf durchbrechen kann.

SPEAKER_01

Ja. Also erstmal jetzt nochmal zum Verständnis, also das hast du dir ja wahrscheinlich schon gedacht. Aber uns ging das ja ganz genauso. Also wir sind ja auch in diese Falle getappt, dass wir unsere Neujahrsvorsätze nie erreicht haben und dass wir immer gesagt haben, yay, Januar, ich mache jetzt alles auf Eimer, ich, keine Ahnung, ich habe jetzt die, ich gehe jetzt jeden Tag zum Sport, ich ernähre mich jetzt total krass, ich mache jeden Morgen mein Bett. Weißt du?

SPEAKER_00

Also ich bilde mich weiter oder ich starte ein Business oder ich arbeite ganz stark an meiner Beziehung oder Dry January oder Vegan January. Das ist ja, also da gibt es nicht mehr.

SPEAKER_01

Und das ist halt, ja, das ist halt dann auch schon genau das Problem und da sind wir halt auch schon angekommen. Und zwar, dass das halt leider nicht funktioniert, wenn man tausend Dinge auf einmal verändern möchte. Sondern man muss sich halt anschauen, okay, was möchte ich verändern? Und du nimmst halt ein Step nach dem anderen. Also sagen wir jetzt mal, du möchtest jetzt ein Business starten. Also Nell und ich, wir sind ja sehr groß im Business, falls du schon unsere Podcast-Folge davor angehört hast, also wir verdienen ja unser Geld mit gesichtslosen YouTube-Channeln. Und wir haben uns da ein Ziel gesetzt, wir wollen ein Business aufbauen. Und das ist schon ein Ziel, was schon riesig ist. Und wenn du jetzt neben dem Businessaufbau noch machst und jetzt, keine Ahnung, habe ich die beste Shape meines Lebens, Sixpack und whatever, und dann verstehe ich mich jetzt auch noch mit meinem Partner total gut und schrecklich.

SPEAKER_00

Schrecklicher Gedanke.

SPEAKER_01

Und jetzt werde ich dann auch noch die krasseste Hausfrau oder Hausmann oder whatever.

SPEAKER_00

Meld mich jeden Tag bei meinem Vater oder schlag mich dort.

SPEAKER_01

Das ist dann einfach zu viel. Also das ist einfach nicht möglich zu schaffen. Und was passiert dann? Immer das Gleiche. Also du hältst deine Routinen, also die du jetzt dir neu auferlegt hast seit Januar, seit dem 1. Januar, die hältst du ungefähr sieben Tage durch und dann bricht das zusammen. Ja. Weil du dann wieder in deine alten Muster verfällst. Dann fängt dein Kopf auch mit an, mit dir zu reden und sagst, ja, okay, ach, das brauche ich doch jetzt eigentlich auch gar nicht, ach die 10.000 Schritte am Tag, die sind doch jetzt eigentlich auch gar nicht so wichtig und so weiter.

SPEAKER_00

Ja, ich hab das, also für mich ist immer noch ein Wunder, wie ich diesen Kreislauf durchbrochen habe, weil also ich kann euch wirklich sagen, also ich war die Königin von Neujahrsvorsätzen. Also wirklich, also das ist, also, also es ist aus mir rausgesprudelt wie nur was. Also ich habe mir für jedes Jahr dann so, das wird jetzt das Jahr und keine Ahnung. Also das hat wirklich von angefangen, dass man sich beruflich verändert, dass man ja eben diese ganzen Dinge, die vielleicht so ein individuelles Streben sind, also bei mir ist das eben ganz stark Weiterbildung und sich mit tollen Dingen beschäftigen, neue Sprache lernen. Plus dann immer, also ich habe bei mir ist es so. Immer neue Sprache lernen ist auch so ein Ding, ne? Bei mir ist auch immer, also ich bin auch dann immer auf Diät im Januar gewesen, also voll der Klassiker und hey, Sport ist doch wäre doch auch mal super gut. Und ich hatte dann also quasi den ganzen Himmel voller ganzheerer Ziele, die natürlich auch jedes einzelne für sich genommen, unglaublich schwierig zu erreichen sind. Und diese vollkommene Übermacht dieser hehren Ziele, die ich ja, also jedes habe ich stark gefühlt und jedes habe ich unglaublich wichtig genommen für mich und als wichtig auch erachtet. Aber dadurch, dass es eben, ja, ich hatte keinen Mittel und da sind wir wieder. Also alles ist erreichbar mit System und mit einem genauen Plan, wie man das anpackt. Und bei mir waren das wirklich wie Wolken am Himmel. Gesund ernähren und abnehmen, neue Sprache lernen, raus aus dem 9-to-5. Und diese Dinge. Und ich hatte aber, also die waren immer, also es war immer ganz oben, aber ich hatte diese Zwischenschritte nicht. Und dann war ich super motiviert und war dann auch ein paar Tage diszipliniert, aber da ich überhaupt keinen Plan hatte, also keine Treppe dahin oder einfach keinen Weg, ist es komplett in sich zusammengekracht. Und das ist für mich der Kern dieser ganzen, man kann sich noch verändern. Also es gibt so einen Spruch von meiner Mutter, ich glaube, den habe ich auch schon mal öfter gesagt, man wird alt wie eine Kuh und lernt immer noch dazu. So, und das ist also, man hat die Chance, sich weiterzuentwickeln und dazuzulernen und auch sich zu verändern, auch in einem höheren Alter. Da ist also nichts verloren oder man soll das nicht her schenken. Das ist nur eine Frage, dass man weiß wie. Und seit ich das verstanden habe, ist also sind diese ganzen Dinge gefallen wie so ein Kartenhaus. Also diese ganzen, dieses Scheitern an Neujahr, dieses, dass man sich so, also hohe Ziele habe ich immer noch, aber der Weg dahin ist anders. Und also da werden wir sicherlich später noch drüber reden, wie wir das gemacht haben, aber jetzt habe ich so einen kleinen Monolog gehalten, dieser strahlt mich aber trotzdem an, das ist total schön. Aber da waren wir ja jetzt noch gar nicht.

SPEAKER_01

Vielleicht können wir noch einmal so ein bisschen drüber reden, was auch oft falsch gemacht wird und was ich auch immer gedacht habe, dass es so funktioniert, ist, dass man motiviert sein muss, um seine Ziele zu erreichen. Und das habt ihr ja wahrscheinlich auch alle schon gemerkt, irgendwie 1. Januar, boah, ja man, so jetzt bin ich total ready, ich werde jetzt so alle meine Ziele erreichen und so. Und die Motivation lässt aber nach. Weil Motivation ist nicht etwas, was dich an dein Ziel führt, sondern das ist nur etwas, was dich starten lässt. Und also diszipliniert jeden Tag etwas zu machen, ist das, was dann am Ende den Unterschied macht. Und nicht irgendwie geil, ich laufe jetzt am 1.

SPEAKER_00

Januar 10 Kilometer und nach Krankenhaus.

SPEAKER_01

Und nach einer Woche laufe ich dann gar nicht mehr. So, und das ist halt, was dann häufig passiert. Also man ist motiviert, man denkt, man kommt mit Motivation zum Ziel, das ist das eine Problem. Das zweite ist, dass man komplett übermotiviert ist. Also wenn man jetzt irgendwie seit Jahren nicht gelaufen ist oder keine Ahnung was, da kannst du jetzt kein Marathon laufen. Also ja, kannst du, aber du läufst dann halt ein.

SPEAKER_00

Und dann macht man wahrscheinlich gar nichts mehr.

SPEAKER_01

Ja. Und das ist halt ja das Problem, was ich auch immer wieder sehe, dass Leute sich ja in was für Lebensbereich noch immer, ob es die Beziehung ist, ob es der Körper ist, ob es das Business ist, dass sie immer mit Motivation versuchen, ihre Ziele zu erreichen und ob Neujahrsvorsätze hin oder her. Also das klappt nicht nur bei Neuasvorsätzen nicht, sondern das klappt auch grundsätzlich im Leben nicht. Weil die Motivation, die schwindet halt. Und also Nell und ich, wir haben ständig Tage, wo wir nicht motiviert sind, aber wir machen halt trotzdem unsere Arbeit. Wir machen, also setzen trotzdem das um, was wir uns halt vorgenommen haben, auch wenn wir jetzt keinen Bock drauf haben, weil auch wir haben ständig Tage, wo wir sagen, ich habe jetzt keinen Bock auf irgendwas. Also das gehört ja auch vollkommen dazu. Und ich glaube, dass das auch ein Mindset-Problem ist, dass man immer denkt, ich muss jetzt Bock auf irgendwas haben, um irgendwas zu machen. Also so ist das Leben halt nicht. Man hat halt manchmal Tage, wo man, also auch wir, wir haben halt einfach mal Tage, wo man nicht so gut drauf ist oder irgendwas. Aber wenn man immer von seinen Stimmungen sein Leben beeinflussen lässt, also dann kommt man nicht sehr weit.

SPEAKER_00

Ich möchte das, also bei mir ist das sogar noch ein Tacken anders. Klar, habe ich auch mal Tage, wo ich einfach keine Lust habe oder ganz kaputt bin. Bei mir, also der größte Hämmer oder Stopper in meinem Leben war immer, dass ich nicht wusste, wie ich was anfangen soll oder wie ich das abarbeiten soll. Also ich war so ein klassischer Zu Großdenker. Und das ist wirklich, also auf meine alten Tage erst durch unseren Business-Aufbau oder unsere unterschiedlichen Business-Aufbaue passiert, dass ich verstanden habe, dass hehre Ziele oder große Aufgaben immer ganz, ganz, ganz viele kleine Schritte sind. Und auch immer, wenn ich jetzt mit unseren Firmen und Unternehmungen mich irgendwie überwältigt fühle, dann schreibe ich mir immer die kleinen Schritte dahin auf. Also das ist für mich die Lösung gewesen. Und das hört sich jetzt so simpel an, aber das ist genau das, warum ich also 45 Jahre meines Lebens oder ein bisschen weniger, immer gescheitert bin mit sowas, weil ich also nicht diese Aufdröselung hatte.

SPEAKER_01

Ich glaube, das ist auch ein großes Problem, dass man, also das, was du jetzt gerade gesagt hast, also die Lösung ist eigentlich, also für alles, was wir jetzt gerade besprochen haben, und dass man dann auch mit seinen Neujahrsvorsätzen vorankommt, ist halt, oder Neujahrsvorsätze oder auch einfach grundsätzlich im Leben ist halt one step at a time. Also du kannst jetzt nicht uns, sage ich jetzt mal, mal angenommen, du willst dir jetzt ein Business mit YouTube aufbauen, kannst du jetzt nicht sehen, ah, okay, ich bin jetzt im halben Jahr werde ich genauso gut sein wie Lisa und Nell. So, das wird nicht funktionieren. Und das ist auch nicht wichtig, sondern du bist auf deiner eigenen Reise und dein Ziel ist es, mit YouTube Geld zu verdienen. Und dann guckst du aber nicht irgendwie, boah, wie kann ich jetzt schon 10 Channels gleichzeitig starten, sondern du guckst erstmal, wie funktioniert das erstmal? Also du brichst das runter auf viele kleine Schritte, weil wenn du jetzt schon siehst, boah, dann verdiene ich 10.000.000 Euro und habe drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht Channel, aber du hast noch gar nichts umgesetzt. Also du hast noch gar nicht die Basics verstanden, wie du überhaupt da hinkommst, dass du so viele Channels hast. Und das Einzige, was man immer im Blick haben muss, und das hört sich so simpel an und es ist auch so simpel, ist der nächste Schritt. Du kannst dir das vorstellen, verbildlichen wie bei so einer Leiter. Du guckst, also du kannst jetzt auf einer Leiter dir die oberste Sprosse angucken und versuchen, da irgendwie dran zu kommen, dich irgendwie lang zu machen, oder du nimmst halt die nächste. Die nächste und machst den nächsten Schritt darauf. Und genauso ist das, was wie alles ist, im Business, im Leben, mit Beziehungen, also zum Beispiel, willst du noch irgendwas dazu sagen oder sollen wir schon so ein bisschen in die, genau, jetzt habe ich gerade darüber nachgedacht, dass man schon so, also wie man das in der Praxis umsetzen kann. Also wir haben ja jetzt schon ein bisschen Praxis gemacht, aber auch Theorie so ein bisschen gemixt. Und jetzt zum Beispiel, oder ich kann ja auch einfach mal von mir erzählen. Also ich habe mich jetzt im vergangenen Jahr, also für mein Empfinden, also ich bin also finanziell super gewachsen und so, aber ich bin gar nicht happy mit meiner Gesundheit gewesen. So, und jetzt habe ich halt nicht, also ich habe halt nicht, letztes Jahr bin ich nicht hingegangen und habe gesagt, boah, also das wird jetzt mein krassestes Gesundheitsjahr. Sondern für mich war es einfach, boah, ich will unglaublich viele Channels starten, ich bin richtig ready, also ich habe richtig Bock, alles das, was ich die letzten Jahre gelernt habe, noch mehr zu compounden und noch erfolgreicher zu werden. Und jetzt bin ich aber an einem Punkt, wo ich sage, also ich will immer noch finanziell erfolgreich werden und das wird auch immer noch weiter wachsen, aber jetzt bin ich bereit, dass ich jetzt meine Gesundheit in den Vordergrund drücke. Und wie habe ich das angefangen? Also ich habe mir jetzt ein kleines Ziel gesetzt und habe gesagt, ich möchte 8000 Schritte am Tag machen, das ist für mich nicht verhandelbar. Und auch da, also ich weiß, also das habe ich ja auch gerade schon gesagt, für jeden sind das 10.000 Schritte. 10.000 Schritte, boah, das ist mein Ding, ich mache 10.000 Schritte jeden Tag. Ich weiß aber von mir, dass mich die 10.000 Schritte hätten mich jetzt überfordert. Und da weiß ich irgendwie, weil ich habe das auch schon öfter mal gemacht, ich schaffe das dann nicht. Also fange ich erstmal an mit 8000, die ich dann aber wirklich jeden Tag durchziehe und die habe ich jetzt auch jeden Tag durchgezogen. Und das heißt, du nimmst dir halt realistische Ziele vor, die du auch wirklich erreichen kannst.

SPEAKER_00

Und ja, genau. Ist da aber nicht auch wichtig zu sagen, dass eben durchhalten, Kontinuität wichtiger ist als Perfektion. Weil es kann ja zum Beispiel auch, wenn wir jetzt mal dein 8000-Schritt-Beispiel nehmen, es kann ja auch mal ein Tag sein, wo du sagst, boah, ich fühle mich überhaupt nicht danach. Oder aus Grund XYZ. So, und anstatt, dass man dann hingeht und dann, okay, jetzt habe ich das nicht gemacht, jetzt ist alles gescheitert.

SPEAKER_01

Ja, gut, das ist natürlich dumm. Also das ist natürlich wichtig, aber das ist auch gut, dass du das jetzt nochmal sagst. Also mal angenommen, kann ja sein, weiß ich nicht, irgendwas ist jetzt in der Familie passiert oder was auch immer, irgendwer, weiß ich nicht. Was auch immer. Man hat es einen Tag mal nicht gemacht. Ja, man hat es einen Tag mal nicht gemacht. Und das ist halt auch dann zu verstehen, also ich muss jetzt nicht alles über den Haufen werfen, sondern ich kann einfach morgen weitermachen.

SPEAKER_00

Ja, ich halte das für ganz wichtig, dass man dieser Anspruch an Perfektion, also auch das, also dass man, also ich weiß nicht, also ich glaube das auch bei ganz vielen Leuten, die Influencer sind oder im öffentlichen Leben, also wenn die nur immer ihre, also die Serisane Seite zeigen, als wäre alles perfekt, also das stimmt ja 0,0 und das weiß ja eigentlich jeder.

SPEAKER_01

Das weiß jeder, aber irgendwie weiß es auch nicht jeder, weil, also sagen wir mal, du hast jetzt irgendwelche Ziele oder du willst auch Influencer werden, oder du willst dir auch mit YouTube ein Business aufbauen oder du willst dir grundsätzlich ein Business aufbauen, ob jetzt mit YouTube oder nicht, und dann siehst du immer diese Leute, wie die immer nur das Perfekte machen. Also zum Beispiel, keine Ahnung, du brauchst die perfekten Routinen, also ohne die perfekte Routine wirst du nicht erfolgreich. Also ich habe noch nie eine perfekte Routine gehabt und hab's trotzdem irgendwie geschafft.

SPEAKER_00

Ja, ist ja so. Ja, nicht irgendwie, du hast hart gearbeitet, aber eben mit diesen, also dass man sich das auch mal verzeiht oder gibt oder gönn oder wie auch immer. Also kein Mensch, also ich glaube das nicht mal Tony Robbins oder so, die sind so Maschinen, dass sie jeden Tag das machen. Und wenn die sich hintreiben, halte ich das, also wenn man sich da hintreibt, halte ich das tatsächlich auch für sehr bedenklich. Viel wichtiger ist, dass man eben, also dass man da auch diese Milde hat mit sich, dass es dann auch, also es ist so viel stärker, du schaffst es einen Tag nicht und nimmst dir das, was du brauchst und am anderen Tag machst du dann weiter. Ich glaube, das ist das wirklich das, was dann Gewinner ausmacht.

SPEAKER_01

Ja, das ist halt so ein zweischneidiges Schwert. Also wir haben ja gerade einerseits darüber geredet, dass halt Consistency so wichtig ist und dass man halt auch umsetzt, wenn man sich mal nicht danach fühlt, eben nicht nach Motivation gehen, aber ich glaube, hier kann man nochmal differenzieren und ich hoffe auch, dass ihr, die uns jetzt hier gerade zuhören, diese Nuancen versteht. Also natürlich kannst du jetzt nicht irgendwie jeden zweiten Tag sagen, ich fühle mich jetzt nicht danach, euch fühle mich jetzt nicht danach, ich fühle mich jetzt nicht danach. Ja, aber einfach, um dann nochmal den Unterschied auch klarzustellen, aber dass du natürlich trotzdem einfach ein Mensch bist und auch sagen darfst, ich will heute nicht diese bekackten 8000 Schritte machen, weil.

SPEAKER_00

Ich glaube, für uns ist das so wichtig oder wir haben uns darüber auch da schon unterhalten, weil wir sehr ambitioniert sind und auch wirklich, also auch vom Mindset her sehr stark und uns sehr treiben können und auch unsere Ziele wirklich sehr stark verfolgen. Und da ist es dann für uns wichtig, und das war auch eine starke Entwicklung, dass man sich aber auch mal einen Moment gönnt, wo man eben nicht so eine Maschine ist oder so ein Tier oder was weiß ich nicht. Und für uns auch das vielleicht nebenbei, aber das war für uns auch ein ganz großes Aha, weil wir, wenn wir uns mal rausziehen oder einfach ein bisschen auf uns achten, was wir brauchen, dass wir viel, viel stärker zurückkommen, als wenn wir uns einfach nur durchpeitschen. Es gibt Momente, da muss man peitschen, das finde ich auch völlig okay. Empfinden ich auch als meine Verantwortung irgendwo, aber wir funktionieren insgesamt individuell und auch als Team besser, wenn man mal einen Gang zurückschraubt, um dann wieder Vollgas zu geben. Und ich glaube, daher kommt das, dass ich jetzt gesagt habe, wenn man das mal einen Tag nicht schafft, also. Genau, mir war das so wichtig, dass nochmal in das Schule ist. Definitiv.

SPEAKER_01

Ich hätte sich ein bisschen sich so anhören können, als hätten wir uns jetzt widersprochen, aber das folgt halt einer Linie.

SPEAKER_00

Genau, nee, also wenn man noch nichts irgendwie erreicht hat und man fängt irgendwie schon nach zwei Tagen an, Lari Farreda irgendwie zu sein, das meinen wir jetzt nicht. Also es geht schon darum, wenn man sich schon.

SPEAKER_01

Also man muss schon, also wenn man halt also wirklich jetzt finanziell auch was erreichen möchte, muss man schon ein paar Jahre einfach mal auch die Arschbacken zusammenkneifen.

SPEAKER_00

Ja, aber sowas von.

SPEAKER_01

Ja. Auf jeden Fall.

SPEAKER_00

Ja. Ja, wir haben so einen Satz noch aufgeschrieben, Lisa. Also nicht mangelnde Disziplin zerstört Ziele, sondern zu große Ambitionen auf einmal. Haben wir das jetzt schon gut genug, ich wollte jetzt nicht sagen erklärt, aber haben wir das schon gut genug gesprochen?

SPEAKER_01

Ja, ich habe ja gerade versucht, ein bisschen damit anzufangen, also als ich erzählt habe, wie ich jetzt mein Gesundheitsjahr runterbreche, da kann ich ja dann gerne nochmal weiter einsteigen. Also ich würde das jetzt so machen, ich mache jetzt halt diese 8000 Schritte am Tag, habe ich ja gerade auch schon gesagt. Und sobald ich das Gefühl habe, dass mir das leicht fällt, also dass es quasi wirklich in meine Routine übergegangen ist, kann ich anfangen, das nächste drauf zu bauen. Also dann kann ich zum Beispiel sagen, jetzt gehe ich zweimal die Woche ins Fitnessstudio. So, und wenn mir das wieder leicht fällt, dann kann ich sagen, jetzt gehe ich dreimal die Woche ins Fitnessstudio und mache meine 8000 Schritte. Also versteht ihr, was ich meine? Also dass das halt dich verstehst. Das ist die Hauptsache. Das spricht ja auch eigentlich nur für dich. Ja, genau, also dass man dann immer, wenn man das Gefühl hat, okay, jetzt ist wirklich in meine Routine übergegangen. Also zum Beispiel kann das jetzt auch sein, ich mache halt morgens mein Bett. Du merkst, okay, ich mache jetzt wirklich jeden Morgen mein Bett. Also dass es wie in deinen Autopiloten übergegangen ist, dass du nicht mehr drüber nachdenken musst, ich mache jetzt morgens mein Bett und dass du genauso wenig nicht drüber nachdenken musst, ah, ich muss ja noch die 8000 Schritte machen. Sondern dass du genau weißt, wie du das in deinen Alltag integrierst, weil das ist ja auch immer noch eine Schwierigkeit, die dann kommt. Man nimmt sich dann halt diese Neujahrsvorsätze vor oder diese tausend Ziele, die man hat, aber die sind überhaupt nicht vereinbar mit dem Alltag. Also zum Beispiel, boah, ich koche jetzt jeden Morgen frisch. So, keine Ahnung, das ist so anstrengend. Sagen wir mal, wenn du jetzt von neuen oder wenn man halt einen Neinte Five halt hat.

SPEAKER_00

Holdat.

SPEAKER_01

Hold up. Dann vorher musst du noch kochen und dann abends gehst du noch ins Gym.

SPEAKER_00

Vorher auch schon.

SPEAKER_01

Ja, vorher gehst du auch schon ins Gym. Genau, vorher, also morgens machst du die 8000 Schritte direkt am Stück.

SPEAKER_00

Ohne Zähne putzen.

SPEAKER_01

Ohne Zähne putzen. Ja, also ich glaube, der Punkt wird klar, oder? Ja. Also ich würde immer erst mit dem nächsten Schritt anfangen, wenn ich das Gefühl habe, okay, jetzt habe ich eine Sache wirklich integriert, sodass es im Autopiloten ist, dass ich nicht mehr drüber nachdenke und dass es mir nicht mehr schwerfällt. Und da gibt es auch ein cooles Buch zu, das heißt Atomic Habits. Aber ich weiß jetzt gerade nicht mehr, wie nochmal der Autor heißt. Ich glaube James Clear oder so.

SPEAKER_00

Ja, bei Atomic Habits findet man ja easy. Ja, definitiv. Also kleiner Anfang und dann sukzessive das steigern. Und nicht vergessen, das ist mein Game Changer gewesen. Also ruhig groß denken, tolle Ziele haben, große Ziele haben, über sich hinaus wachsen wollen, aber das dann runterbrechen in kleine, machbare Schritte. Die einen nicht überfordern, die einen nicht so einen Brainstop irgendwie reinhauen, schaffe ich ja doch nie. Ja, natürlich schafft man das. Und es ist halt, dass man es halt einfach runterbricht und dann einfach jeden Schritt konsequent geht. Und das Coole ist auch, selbst wenn du sagst, ich möchte mit einem YouTube-Channel, mit meinem eigenen YouTube-Channel, mir so ein Nebeneinkommen aufbauen, dass meine Familie und ich also überhaupt gar keine finanziellen Sorgen mehr haben. Das ist ja dann erstmal sehr erstrebenswert und da würden ja ganz viele sagen, yo, möchte ich gerne machen. Aber dann ist es auf einmal so groß und so unschaffbar, weil man eben nur sieht, boah, krass, was ist das denn, wenn ich 5000 Monate im Monat, jeden Monat, also zuverlässig hinzuverdiene? Krass, krass, krass. Und dann kommt da dieser Schock, diese Starre, weil man überhaupt nicht weiß, wie man das machen kann. Soll. Und also wenn man es wirklich runterbricht, es ist 0,0 schwierig. Es ist einfach. Das ist schwierig.

SPEAKER_01

Also, wenn du jetzt auch zum Beispiel, worüber wir gerade geredet haben, eine Sportroutine entwickeln. Also, das ist auch nicht schwierig. Es ist halt immer nur, man ist so overwhelmed von dem, also das ging mir jetzt zum Beispiel auch so, dass ich gesagt habe, boah, ich gehe jetzt direkt ins Gym und dann mache ich dies und das und boah, guck mal andere Leute, das ist ja auch immer so ein Problem, dass man sich auch vergleicht. Aber du bist einfach auf deiner eigenen Reise, auf deinem eigenen Weg und Gott oder wer auch immer uns geschöpft hat oder wer das auch immer erschaffen hat.

SPEAKER_00

Erschöpft hat er uns auch, ja.

SPEAKER_01

Der hat sich ja was dabei gedacht, dich so zu machen, wie du bist. Also wir sind ja individuell, also es ist ja schön, dass wir alle individuell sind und deswegen musst du halt auch für dich gucken, wie du dann ja deine Ziele umsetzt und wie halt Routinen für dich funktionieren, sodass du die dann halt für dich aufbauen kannst und halt nicht guckst, wie macht das jetzt mein Nachbar oder ja vor allem auch Social Media ist da ja auch ein Killer. Ja, Killer ist echt ein schönes Wort, dass man immer denkt, irgendwie geil, ach, keine Ahnung.

SPEAKER_00

Und dann, wenn man das dann macht, dann feiert euch auch mal zwischendurch. Also guckt mal hoch und guckt mal zurück, was ihr schon geschafft habt und feiert eure kleinen Siege, feiert euch, dass ihr das durchzieht. Also dann auch, wenn man eben diesen Schritt für Schritt alles durchzieht und macht und sich kleine Aufgaben setzt, aber dann auch mal zurück schauen und gucken, wow, was habe ich jetzt schon geschafft. Das ist auch ganz wichtig, weil das ist dann wieder dieses Größere und Ganze und das ist dann das Warum, weil du dann siehst, okay, warum mache ich das alles? Weil ich möchte mit meiner Familie eben finanziell keine Sorgen mehr haben. Und wenn du dann diese kleinen Schritte alle umsetzt, was genau richtig ist, trotzdem mal hochgucken und sagen, boah, ich habe schon ein Viertel des Weges geschafft und wow, krass, was ich schon alles geschafft habe. Und dann Leute, das ist nicht zu unterschätzen, feiert euch, seid stolz auf euch, klopft euch selbst auf die Schultern. Also weil so einfach sich das jetzt anhört, in Anführungsstrichen, was wir jetzt gesagt haben, ist es wirklich, die wenigsten schaffen das. Weil das ist ja der Klassiker, warum im Januar alle komplett durchdrehen und dass die Fitnessstudio voll sind, dass man, wenn man runterguckt an die Promenade oder so, dann laufen tausend Leute, die sind am Joggen und keine Ahnung, dann aber die, die in zwei oder drei Wochen ist es fast keiner mehr. Und wenn man das denn schafft, wenn man diesen Kreislauf durchbricht, dann ist man wirklich ein Held.

SPEAKER_01

Ja. Lass uns Helden werden.

SPEAKER_00

Let's be.

SPEAKER_01

Ich wollte noch eine ganz kurze Sache sagen, Nell. Die Erwartung an Zeit. Also unsere. Kannst du da nochmal kurz was zu erzählen, weil das passt jetzt nochmal so schön zum Abschluss.

SPEAKER_00

Lisa und ich haben, bevor wir mit YouTube angefangen haben, ein anderes Business gehabt. Wir haben bei Amazon FBA, also Amazon FBA gemacht, also bei Amazon Produkte verkauft. Und dort haben wir auch von jemandem, der bereits erfolgreich war mit Amazon FBA, eine Grafik bekommen. Auf der einen Seite ist Zeit und auf der anderen Seite ist also Reward, Erfolg. Und du hast eine ganz, ganz, ganz flache Linie, also wo du ganz viel Zeit einsetzt. Viele Monate. Über Jahre vielleicht sogar. Also auf eine ganz, ganz lange Zeit setzt du Blut, Schweiß, Zeit, Intensität, Brainschmalz. Also du setzt ganz, ganz viel ein. Aber der Erfolg is immer noch auf so einer mittleren Ebene. Und dann irgendwann wird diese Kurve komplett krass nach oben gehen, weil dann dieser Moment ist, dass sich das alles ausgesetzt wird.

SPEAKER_01

It's a compounding-effect. Das fühlt sich dann manchmal so an, wenn man über Monate oder Jahre, sag ich jetzt mal, an sich arbeitet, also in welchem Bereich auch immer, sagen wir jetzt mal Business, das fühlt sich so an wie Stillstand, aber das stimmt nicht. Du kannst es nur im Außen noch nicht sehen. Und das ist ganz wichtig, weil ja diese Perspektive zu haben, also während du deine Ziele erreichst, also nicht zu erwarten, dass ich die jetzt übermorgen direkt zeige.

SPEAKER_00

Und das, ich weiß das noch. Also diese Grafik, die hat mir so doll geholfen. Also ich habe zwar zu Lisa dann manchmal gesagt, boah, wann kommt denn dieser Punkt jetzt? Ja, wann geht denn nicht der Graf hoch? Wann kommt denn dieser Punkt, wo man merkt, wo sich das alles gelohnt hat, was man eingesetzt hat? Das war das Einzige, was ich jemals zu Lisa gesagt habe, boah, ey, das haben wir jetzt nicht schon genug. Aber ich habe nie daran gezweifelt, dass das nicht passiert. Und das war, also das ist für mich immer noch etwas, was ich ganz in Ehren halte und mir ganz oft noch vor Augen halte. Bin sehr dankbar über diese Grafik. Wir geben diese Grafik ja auch gerne weiter, weil die so wichtig war, weil sie mir zumindest in Zeiten sehr, sehr geholfen hat. Ja, mir auch. Das war unser Beitrag zum Dry January. Schön, dass ihr uns zugehört habt und liebe Grüße von uns. Ciao!

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